Haddsch-Glossar

Dienstag 02/11/2010

Abtah:

Ein Platz nach einer Überschwemmung, der normalerweise flach ist und keine Kiesel oder Steinchen enthält. Der Begriff wird jedem Ort gegeben, der nach einer Überflutung wieder flach geworden ist. Er wird auch Abtah, Al-Bathâ´ und Al-Batih genannt.
Bathâ´ bezieht sich auf einen Ort zwischen Makka und Minâ, der wegen seines flachen und weiten Tals so genannt wird. Ein anderer Name für diesen Ort ist auch Al-Muhassib und Al-Mu´arris.
 
Adad:
Adad kommt von einem arabischen Verb, das schneiden bedeutet. In seiner Chutba am Tag der Einname von Makka verbot der Prophet  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken das Fällen der Bäume inn Makka.
 
´Addsch:
´Addsch bedeutet sprachlich „dröhnen, die Stimme erheben“. Im Fiqh bedeutet ´Addsch, die Stimme in der Talbiyya zu erheben. Der Prophet  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken sagte: „Die besten Haddsch-Handlungen sind ´Addsch (Dröhnen) und Thaddsch (Strömen).“ (At-Tirmidhî, Ibn Mâdschah und Andere.) Die Gelehrten klassifizierten diesen Hadîth als authentisch. Thaddsch wird weiter unten erklärt.
 
Âfâqî:
Das Wort bezieht sich wörtlich auf die Horizonte. Muslimische Rechtsgelehrte benutzen diesen Ausdruck um auf eine Person hinzuweisen, die sich außerhalb der Stätten des Ihrâm befindet (also irgendwo am Horizont), selbst wenn er ein Einwohner Makkas ist. Das Gegenteil eines Âfâqî ist Hillî oder Bustânî, also eine Person, die sich innerhalb der Grenzen der Ihrâm-Stätten befindet, aber außerhalb des heiligen Bezirks. Der Haramî ist derjenige, der innerhalb der Grenzen des heiligen Bezirks von Makka ist. Manchmal wird das Wort Âfâqî für jemanden verwandt, der sich außerhalb der Grenzen des heiligen Bezirks von Makka aufhält.
 
´Arafât:
´Arafât liegt an der Straße zwischen Makka und Tâ´if, 22 km östlich von Makka, 10 km von Minâ und 6 km von Muzdalifa entfernt. Es ist eine flache, ausgedehnte Ebene, die von einer Gebirgskette umgeben ist, dessen Vertiefung das Tal von ´Arafâ genannt wird.
Das Verweilen in der ´Arafât-Ebene bildet den großartigsten Ritus des Haddsch und den einzigen, der außerhalb des heiligen Bezirks verrichtet wird. Das ganze Gebiet von ´Arafât ist ein gültiger Bereich um darin zu verweilen, wie es im Hadîth angegeben wird. Das Verweilen in der ´Arafât-Ebene beginnt nach dem Mittagsgebet, am neunten des Dhû Al-Hiddscha.
 
Aschhur Al-Haddsch (Monate des Haddsch):
Die Monate des Haddsch beziehen sich auf die drei aufeinanderfolgenden Monate, die Allâh der Allmächtige der Zeit der Verrichtung des Haddsch zuweist. Es handelt sich um die Monate Schawwâl, Dhû Al-Qa´da und gemäß der mâlikîitischen Gelehrten der ganze Monat des Dhû Al-Hiddscha, oder gemäß der Mehrheit der Gelehrten nur dessen erste zehn Tage. Allâh der Allmächtige sagt: „Der Haddsch - bekannte Monate“ (Sûra 2:197.) Die zwei Meinungen werden durch Beweise unterstützt, die hier nicht diskutiert werden, aber der Nutzen dieser Meinungsverschiedenheit erscheint in der Opfergabe des Opfertiers, wenn der Tawâf Al-Ifâda in die Monate nach dem Haddsch verschoben wird.
 
Aschhur Hurum:
Die geheiligten Monate sind vier: Dhû Al-Qa´da, Dhû Al-Hiddscha, Al-Muharram und Radschab. Allâh der Allmächtige sagt: „Gewiss, die Anzahl der Monate bei Allâh ist zwölf Monate, im Buch Allâhs am Tag, da Er die Himmel und die Erde erschuf. Davon sind vier geschützt“ (Sûra 9:36.) Der Prophet  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken sagte: „Die Unterteilung der Zeit drehte sich zu ihrer ursprünglichen Form, wie sie war, als Allâh die Himmel und die Erde erschuf. Das Jahr hat zwölf Monate, von denen vier Monate geheiligt sind; drei folgen aufeinander: Dhû Al-Qa´da, Dhû Al-Hiddscha und Al-Muharram. Der vierte ist der vom Stamme Mudar verwendete Radschab (andere benutzten diesen Namen für andere Monate) und liegt zwischen Dschumâda und Scha´bân.
 
Atab:
Atab bedeutet sprachlich Zerstörung, Brechen oder das störrische Verhalten eines Tieres. Atab Al-Hadî bedeutet Tod des Tieres oder ein Defekt, der es befallen hat und es am Gehen hindert, weshalb es geschlachtet wird.
 
Aiyyâmu-t-Taschrîq:
Diese drei Tage werden die Tage des Taschrîq genannt, weil die Muslime Taschrîq des Fleisches durchzuführen, was bedeutet, dieses in Streifen zu schneiden und zu trocknen und das Fleisch der Opfertiere in der Hitze der Sonne auszulegen, wie es von Ibn Hadschar  Allah   erbarme sich seiner angegeben wurde. Die Tage des Taschrîq werden auch "bestimmte Anzahl von Tagen" genannt, wie Allâh der Allmächtige sagt: „Und gedenkt Allâhs während einer bestimmten Anzahl von Tagen!“ (Sûra 2:203.) Sie werden ferner Aiyyâm Minâ (die Tage von Minâ) genannt, weil die Pilger diese Tage in Minâ verbringen.
 
Aiyyâm Minâ (Tage von Minâ):
Minâ ist ein Ort bei Makka. Allâh der Allmächtige Schrieb vor, dass die Opfertiere dort geschlachtet werden sollen, was ja dem Leben der Tiere ein Ende bereitet, was im Arabischen „Maniyya“ heißt. Daher nennt man diesen Ort Minâ. Die Tage von Minâ sind die gleichen Tage wie die des Taschrîq, wie oben erklärt wurde. Sie werden Tage von Minâ gennant, weil der Pilger in Minâ bleibt damit er die Dschimâr (Steinchen) wirft.
 
Al-Bait Al-´Atîq:
Das Wort ´Atîq ist ein arabisches Adjektiv, das entweder (alt)ehrwürdig oder edel bedeutet. Sprachlich ist Al-Bait Al-´Atîq die Ka´ba. Im Qurân sagt Allâh der Allmächtige: „hierauf liegt ihr Zielort beim altehrwürdigen Haus“ (Sûra 22:33.) Manche sagen, dass es einer der Namen von Makka ist, weil es frei von Tyrannen ist, oder weil kein Tyrann behaupten kann, der Eigentümer dieses Hauses zu sein (weil Atîq auch vom arabischen Wortstamm stammt, der frei oder emanzipiert bedeutet.)
 
Al-Haddsch Al-Akbar:
Der große Haddsch bezieht sich auf den Tag des Opferns. Allâh der Allmächtige sagt: „Und eine Bekanntmachung von Seiten Allâhs und Seines Gesandten an die Menschen am Tag des großen Haddsch.“ (Sûra 9:3) Es wurde der große Haddsch genannt, weil die Menschen die ´Umra den kleinen Haddsch nannten, wie es authentisch nach einer Aussage von Abû Huraira im Sahîh-Werk des Al-Buchârî überliefert ist. Es wurde überliefert „´Umra ist der kleine Haddsch“, aber die Gelehrten sagten, dass dieser Hadîth nicht authentisch ist. Der Tag des Opferns wurde der größere Haddsch genannt, weil Pilger viele Riten in ihm verrichten.
 
Al-Hadschar Al-Aswad (Der Schwarze Stein):
Der Schwarze Stein befindet sich in der Wand der Ka´ba an der nördlichen Ecke. Der Prophet  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken sagte: „Der Schwarze Stein ist aus dem Paradies“ (Ahmad, At-Tirmidhî: akzeptabel authentisch.)
 
´Arafât-Tag:
Dies ist der neunte Tag von Dhû Al-Hiddscha, und er wurde so benannt, weil die Pilger sich an diesem Tag in der ´Arafât-Ebene aufhalten. Der Aufenhalt ist die bedeutendste Pflichthandlung des Haddsch. Der Prophet  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken sagte: „Der Haddsch ist ´Arafât.“ (Ahmad: Authentisch.)
 
Badana:
Badana ist ein Kamel oder eine Kuh, die in Makka als Anbetungshandlung geschlachtet wird. Sprachlich bezieht es sich auf den Zustand des Fett- oder Fleischgehalts. In diesem Sinn betrachten die meisten arabischen Linguisten Kamele, Kühe und Schafe, ob männlich oder weiblich, als Badana. In der Literatur des Fiqh ist Badana ein einzelnes Kamel, eine einzelne Kuh oder ein einzelnes Schaf, männlich oder weiblich.
 
Badr:
Badr ist ein arabischer Wortstamm, der Fülle bedeutet. Badr bezieht sich auf einen bekannten Wasserbrunnen, der zwischen Makka und Madîna liegt. Es wird gesagt, dass der Brunnen nach einem Mann namens Badr ibn Yachlad ibn An-Nadr ibn Kinâna genannt wird, der dieses Gebiet bewohnte. Die gesegnete Schlacht von Badr, fand in der Umgebung dieses Brunnens statt. Alle Gefährten  möge Allah mit ihnen zufrieden sein die an dieser Schlacht teilnahmen, werden Badr zugeschrieben.
 
Baqî´:
Al-Baqî´ bezieht sich auf einen Platz, an dem man verschiedene Stümpfe findet, wie dem Baqî´ Al-Gharqad (das heißt dem Ort der großen Dornbüsche), der Friedhof für die Verstorbenen von Madîna. Er liegt innerhalb von Madîna.
 
Chabab:
Im islamischen Kontext bezieht sich Chabab auf das schnelle Gehen im Tawâf ohne zu rennen. Es wird auch Ramal genannt. In einem Hadîth heißt es: „Immer wenn der Prophet  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken den Tawâf durchführte, beeilte er sich in den ersten drei Umschreitungen.“
 
Dhât ´Irq:
´Irq bedeutet lingustisch gesehen der kleinen Berg und auch das Marschland, das Bäume enthält. ´Irq ist der Ort, an dem die Leute vom Irak und von Churasân in den Ihrâm-Zustand eintreten. Er wird so genannt, weil es dort einen kleinen Berg gibt. Er ist 100 km von Makka entfernt. Dhât ´Irq ist heutzutage unbewohnt, weil es keine Straßen gibt, die dorthin führen. Neben ihm liegt ein großes Tal, das ´Al-Aqîq genannt wird, das 20 km von Dhât ´Irq und 120 km von ´Arafât entfernt ist. Leute treten in den Ihrâm-Zustand in diesem Tal ein.
 
Dhû Al-Hulaifa:
Hulaifa wird vom arabischen Wortstamm abgeleitet, der sich auf eine Sorte von Pflanze oder Baum bezieht, und es wurde so wegen der großen Menge an Bäumen von dieser Sorte dort genannt.
Dhû Al-Hulaifa ist der Ort, an dem wo die Einwohner von Madîna in den Ihrâm-Zustand eintreten. Es ist der weit entfernteste Ort von Makka – ungefähr 400 km entfernt. Heute ist er als Abyâr ´Alî bekannt.
 
Dschabal Uhud:
Der Berg Uhud liegt vier Kilometer nördlich von Madîna. Er ist in Ost-West-Richtung sechs Kilometer lang und 1.200 Meter hoch. Es war die Stätte der Schlacht von Uhud, die im dritten Jahr nach der Hidschra stattfand. Nach einer Aussage von Anas  möge Allah mit ihm zufrieden sein ist überliefert, dass der Prophet  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken sagte: „Dies ist ein Berg, der uns liebt und den wir lieben.“
 
Dschabal Ar-Rahma:
Es handelt sich um einen Berg in der Arafât-Ebene, wo der Prophet  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken die Chutba (Ansprache) beim Abschieds-Haddsch hielt. Er wird auch Ilâl oder der Berg der Bittgebete genannt. Dschâbir  möge Allah mit ihm zufrieden sein sagte in seiner Beschreibung der Art des Haddsch des Propheten  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken : „Er ließ seine Kamelstute Al-Qaswâ´ sich zur Seite wenden, an der Felsen waren, und der Weg wurde von denen genommen, die zu Fuß vor ihm gingen, und er wandte sich der Qibla zu.“ Es ist gemäß Konsens der Gelehrten keine Pflicht ihn zu besteigen.
 
Dschabal Thaur:
Ein Berg in Makka, wo der Prophet  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken sich in einer seiner Höhlen während seiner Auswanderung nach Madîna versteckte, was im Qurân erwähnt wird, wo Allâh der Allmächtige sagt: „als sie beide in der Höhle waren“ (Sûra 9:40).
 
Dschuhfa:
Ein größerer Ort entlang der Straße von Makka nach Madîna. Er wurde so genannt, weil ihn und dessen Bewohner in mehreren Jahren Überflutungen heimsuchten. Als der Prophet  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken in Madîna ankam, herrschten dort Krankheiten, und seine Gefährten litten unter Fieber. Er sagte daraufhin: „O Allâh, lass uns Madîna so lieben wie Du uns Makka hast lieben lassen oder mehr. O Allâh, mache es gesund und segne ihre Sâ´ und Mudd (Hohlmaßeinheiten) und entferne sein Fieber in Richtung Al-Dschuhfa“ (Al-Buchârî und Muslim). Al-Dschuhfa war der Ort für den Ihrâm für die Menschen aus Ägypten, As-Schâm und Marokko, aber als es zerstört worden und unangemessen für die Pilger geworden war, ersetzten die Leute es durch einen Ort names Râbigh, der etwas näher zu Makka liegt, und zwar in einer ungefähren Entfernung von 186 km.
 
Dschi´râna:
Ein Wasserplatz zwischen Tâ`if und Makka, der näher bei Makka liegt. Der Prophet  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken kam dort an, als er die Kriegsbeute der Hawâzin verteilte, nachdem er von der Schlacht von Hunain zurückgekehrt war. Der Prophet  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken trat in den Zustand des Ihrâm von Al-Dschi´râna ein und baute dort eine Moschee. Sie beinhaltet auch einige Brunnen, die nah aneinander liegen.
 
Dschamarât:
Dies ist der Ort an dem man die Dschimâr (Steinchen) wirft, was eine Pflichthandlung des Haddsch ist. Es gibt drei Dschamarât; die erste, die mittlere, die in der Nähe der Moschee von Al-Chaif bei Makka liegen, und die große, die Dschamrat Al-'Aqaba genannt wird liegt am Ende von Minâ bei Makka.
 
Dschu´âr:
Dschu´âr hat im Arabischen die Bedeutung: „seine Stimme in Anflehung oder fürs Bittgebet heben“. Das Bittgebet zu Allâh mit einer lauten Stimme wird Dschu´âr genannt. Allâh der Allmächtige sagt: „flehen sie sogleich laut um Hilfe,“ (Sûra 23:64.) Dschu´âr beim Haddsch ist ausschließlich in der Talbiyya zu praktizieren. In einem Hadîth sagte der Prophet  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken : „Es ist so als würde ich Mûsâ sehen, wie er Dschu´âr durchführt, seinen Herrn mit der Talbiyya anflehend.“ Der Prophet  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken sagte ferner: „Dschibrîl kam zu mir und sagte: «O Muhammad! Weise deine Gefährten an ihre Stimmen bei der Talbiyya zu erheben; es ist einer der Haddsch-Riten!»
 
Dschidâl:
Dschidâl hat im Arabischen die ursprüngliche Bedeutung: „zusammendrehen“. Später wurde es im Sinn einer gewalttätigen Auseinandersetzung benutzt. Der Prophet  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken sagte: „Die Menschen werden niemals in die Irre gehen, nachdem sie in Rechtleitung waren, außer durch Auseinandersetzung.“ Hier bezieht sich dre Hadîth auf die Unterstützung von Falschheit und Fehler, nicht für die der Wahrheit. Allâh der Allmächtige sagt „und nicht Streit führen während des Haddsch.“ (Sûra 2:197), was bedeutet, dass niemand sich in Auseinandersetzungen mit seinem Bruder in einer Art verwickeln sollte, die ihn dazu drängt sich unanständig zu verhalten.
 
Fawât:
Fawât bedeutet wörtlich, in der Verrichtung einer Sache „etwas verpassen“ oder „als erster vor jemandem kommen“. Im Kontext der Haddsch bedeutet Fawât das Verpassen des Ritus, in der ´Arafât-Ebene zu verweilen. Der Haddsch eines Pilgers, der nicht in der ´Arafât-Ebene verweilt ist, ist ungültig. Die Mehrheit der Gelehrten sagt, dass er seinen Ihrâm beenden und ´Umra verrichten muss. Er muss diesen Haddsch im folgenden Jahr nachholen, wenn sein Haddsch verpflichtend ist (sein erster Haddsch als Volljähriger). Es ist nicht verpflichtend für ihn, diesen Haddsch nachzuholen oder ein Opfertier zu geben, wenn er vorher Ischtirât (Erklärung folgt) durchgeführt hat.
 
Fidya:
Fidya bezieht sich auf Geld oder irgendetwas, was als Ausgleich für eine Angelegenheit entrichtet oder vollbracht wird. Als Terminus technicus gesehen ist Fidyat Al-Adhâ (Fidya des Schlachtens) das, was der Pilger Allâh dem Allmächtigen als Ausgleich für das Begehen einiger verbotener Angelegenheiten während des Ihrâm gibt, wie Tragen von Machît (dem Körper angepasste Kleidung), Benutzen von Parfüm oder Ähnliches.
 
Haddsch:
Haddsch bedeutet sprachlich „häufige Besuche“. Man nennt deswegen einen Weg im Arabischen Mahaddscha. Im islamischen Kontext bedeutet Haddsch der Besuch zum Hause Allâhs um bestimmte Riten oder Anbetungshandlungen während der Monate des Haddsch zu verrichten. Ein Pilger wird Al-Hâdsch genannt, weil er das Haus Allâhs häufig besucht um Tawâf Al-Qudûm und andere Riten des Haddsch durchzuführen.
 
Hatîm:
Die Gelehrten haben unterschiedliche Meinungen über Al-Hatîm; manche sagen, dass er zwischen der Station von Abraham und entlang des Tores liegt, und andere sagen, zwischen der Ecke und der Station und Zamzam und dem Hidschr; eine dritte Gruppe sagt, dass er sich zwischen dem Schwarzen Stein und dem Tor befindet und an der Station endet. Es ist ein Ort, an dem die Leute intensiv Bittgebete zu Allâh dem Allmächtigen sprechen. Die Leute in der vorislamischen Zeit pflegten Gelübde an diesem Ort abzulegen, so dass jeder, der ein Bittgebet gegen einen Tyrannen sprach oder einen falschen Schwur leistete, sofort seine Strafe bekommen konnte. Die überwiegende Meinung lautet, dass er sich auf Hidschr selbst bezieht, weil er zerstört und vom Bauwerk der Ka´ba ausgeschlossen wurde (weil Hatîm auch vom arabischen Wortstamm abgeleitet wird, der „zerstören“ bedeutet.)
 
Hidschr:
Hidschr stammt vom arabischen Wortstamm, der „Hindernis“ oder „Abwendung“ bedeutet. Hidschr beschreibt viele Stätten, aber es bezieht sich oft auf die halbkreisförmige Mauer, die einer der Seiten der Ka´ba gegenüberliegt. Dies ist ein Teil des Fundaments, das von Ibrâhîm  Frieden sei auf ihm gelegt wurde, den die Quraisch ausließen, als sie die Ka´ba wieder aufbauten. Sie kreisten diesen Ort ein, damit die Menschen wissen würden, dass er ein Teil der Ka´ba ist. Als Resultat wurde er Hidschr genannt. Dieser Ort wurde weitgehend als Hidschr Ismâ´îl  Frieden sei auf ihm bekannt, aber es gibt keine Basis für diesen Namen.
 
Himyân:
Himyân ist der Hosenbund sowie der Gürtel oder Gurt, den ein Pilger um seine Hüfte anlegt, und auch eine Tasche um sein Geld darin aufzubewahren. Im Sahîh-Werk des Al-Buchârî sagt Atâ´  Allah   erbarme sich seiner , dass es einem Pilger erlaubt ist Ringe und Gürtel zu tragen. Ibn Umar  möge Allah mit ihnen zufrieden sein führte den Tawâf im Zustand des Ihrâm durch, während er ein Stück Stoff um seine Hüfte gewickelt hatte. Die meisten Gelehrten sind der Meinung, dass es einer Person im Ihrâm-Zustand erlaubt ist einen Himyân zu tragen.
 
Hudaibiyya:
Dies ist ein Ort in der Nähe von Makka, der nach einem Brunnen in ihm benannt wurde. Er ist ungefähr 50 km von Makka entfernt. Ein Teil von Hudaibiyya liegt innerhalb des heiligen Bezirks und ein anderer Teil außerhalb davon. Der Prophet  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken erhielt die Unterstützung seiner Gefährten in Hudaibiyya und dies wurde der Treueeid von Ridwân unter dem Baum genannt; er unterschrieb dort das Hudaibiyya Friedensabkommen mit den Polytheisten und führte seine erste ´Umra von dort durch, aber er wurde daran gehindert das heilige Haus zu betreten.
 
Ihrâm:
Ihrâm hat im Arabischen die Bedeutung: „Abwendung“. Jemand befindet sich im Ihrâm, wenn er sich in einem geheiligten Monat befindet oder wenn er Haddsch oder ´Umra durchführt. Es wird so genannt, weil einiges, was ihm zuvor erlaubt war, verboten wird, wie das Jagen und der Geschlechtsverkehr.
Als Terminus technicus gesehen erwähnten die Gelehrten unter Anderem folgende Definition: Die Absicht für das Beginnen mit der Durchführung der Riten des Haddsch oder der ´Umra.
 
Ihsâr:
Ihsâr hat im Arabischen die Bedeutung: „Unfähigkeit“ und „Beklommenheit der Brust“. Dazu gehören die folgenden Worte Allâhs "... ihre Brust ist beklommen..." (Sûra 4:90) Der Begriff trifft auf jeden zu, der an etwas gehindert wird und dies dadurch nicht erreichen kann. Gemäß der Scharî´a bezieht sich Ihsâr auf jede Hürde, wie z.B. eine Krankheit oder Ähnliches, die den Pilger daran hindert seine Riten vollständig zu vollziehen.
 
Istitâ´a:
Istitâ´a bedeutet linguistisch gesehen die Fähigkeit etwas zu tun. Im Qurân steht: "So konnten sie ihn weder überwinden, noch konnten sie ihn durchbrechen." (Sûra 18:97) Im islamischen Kontext bezieht es sich auf die Fähigkeit einer islamisch rechtsfähigen Person, ihren Pflichten ohne Hilfe Anderer nachzukommen. Die Bücher des Fiqh (der islamischen Rechtslehre) listen verschiedene Formen der Istitâ´a auf; die Form, die den Haddsch zu einer Pflicht macht, bedeutet, dass man den notwendigen Unterhalt und die Mittel zur Reise besitzt, wie sie in den entsprechenden Büchern des Fiqh detailliert angegeben sind.
 
Istilâm:
Istilâm hat im Arabischen viele Bedeutungen, zu denen folgende gehört: Mit der Hand oder dem Mund berühren. In der Scharia bedeutet Istilâm des Schwarzen Steines diesen zu küssen oder mit der Hand zu berühren. Wenn ein Pilger den Tawâf um die Ka´ba durchführt und den Schwarzen Stein nicht berühren oder küssen kann, sollte er sich ihm stehend zuwenden, auf ihn zeigen und den Takbîr sprechen. In einem Hadîth sagt Ibn Abbâs  möge Allah mit ihnen zufrieden sein: „Der Prophet  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken führte den Tawâf um das Haus auf einem Kamel durch. Wenn immer er bei der Ecke vorbei kam, zeigte er auf sie mit etwas was er hatte, und sprach den Takbîr.“ Der Prophet  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken sagte zu ´Umar  möge Allah mit ihm zufrieden sein: „O ´Umar! Du bist ein starker Mann, daher dränge nicht, um den Stein zu erreichen, weil du dadurch den Schwachen schadest. Wenn du Platz findest, dann küsse und berühre den Stein; anderenfalls wende dich ihm zu und führe Tahlîl und Takbîr durch!“ Wenn ein Pilger sich dem Stein mit etwas zuwenden kann, wie etwa mit einem Stock in seiner Hand, sollte er es so tun, weil der Prophet  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken es so tat. Ibn Abbâs  möge Allah mit ihnen zufrieden sein sagte: „Der Prophet  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken führte den Tawâf während des Abschieds-Haddsch auf einem Kamel durch und zeigte auf die Ecke mit einem Hirtenstab.“
 
Ischtirât:
Ischtirât kommt vom arabischen Wortstamm, dessen Bedeutung auf eine Bedingung und dem Festhalten an dieser hinweist, wie es beim Kauf und Verkauf der Fall ist. Im Zusammenhang mit dem Ihrâm kommt es vor, wenn ein Muslim in den Zustand des Ihrâm eintritt und sagt: „O Allâh! Ich beabsichtige den Haddsch oder die ´Umra zu verrichten, aber meine Auflösung des Weihezustands wird sein, wenn mich etwas hindert.“ Diese Hinderung kann eine Krankheit, oder irgendetwas Anderes sein, das einen Muslim, im Zustand des Ihrâm, davon abhält die Riten zu absolvieren. Es ist ihm nicht erlaubt unmittelbar seinen Ihrâm-Zustand zu beenden, wenn er vorher nicht Ischtirât artikuliert hat. Allâh der Allmächtige sagt: „Vollzieht den Haddsch und die Umra für Allâh!“ (Sûra 2:196.) Ischtirât wird in der Sunna erwähnt. ´Âischa  möge Allah mit ihr zufrieden sein sagte: „Der Prophet,  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken trat bei Dubâ´a bint Az-Zubair ein und fragte diese, ob sie beabsichtige den Haddsch zu verrichten. Als sie ihm sagte, dass sie krank sei, sagte der Prophet  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken : „Tritt in den Ihrâm-Zustand ein und führe Ischtirât durch! Sage: Ich befreie mich von ihm wo immer Du, o Allâh, mich festhältst.““ In einer anderen Überlieferung fügte der Prophet  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken hinzu: „Diese Ausnahme befreit dich von der Verantwortlichkeit vor Allâh dem Allmächtigen.
 
Isch´âr:
Isch´âr bedeutet sprachlich eine Bekanntgabe. Im Qurân steht: "... und was lässt euch merken, dass - wenn sie eintreffen - sie doch nicht glauben?" Es kann auch die Bedeutung haben, in die rechte Seite eines Tieres zu stechen um Blut fließen zu lassen, damit es als Hadî (Opfertier) erkannt wird. Hadî ist ein Tier, das geschlachtet und im heiligen Bezirk verteilt wird. Die Mehrheit der Gelehrten gibt an, dass Isch´âr Al-Hadî bedeutet, die Außenseite des Kamelhöckers anzuritzen, während das Kamel gen Qibla (Gebetsrichtung) gewandt ist, wodurch es zum Bluten gebracht wird, und durch dieses Kennzeichnen mit seinem Blut wird bekannt gegeben, dass es ein Opfertier ist. Dies schließt Kamele und Kühe ein.
 
Idtibâ´:
Dieser Begriff bedeutet linguistisch gesehen „Achsel“. Idtibâ´bedeutet, das Gewand unter der rechten Achselhöhle anzulegen und die zwei Enden auf der linken Schulter zusammenzulegen, so dass die rechte Schulter frei und die linke bedeckt ist. Man verwendet diesen Namen, weil einer der Oberarme frei ist – etwas was getan wiurd, wenn sich jemand aufs Arbeiten vorbereiten will, was ja auch der Pilger tut, wenn er sich auf den ersten Tawâf vorbereitet.
 
Ifâda:
Ifâda stammt vom arabischen Wortstamm, der „Ausbreiten“ oder „Überfließen“ bedeutet. In der Scharia-Terminologie bedeutet Ifâda die Abreise der Pilger von ´Arafât nach Minâ, nachdem sie ihre Riten in ´Arafât vollendet haben. Jede Gruppe der abreisenden Pilger wird eine Ifâda genannt. Allâh der Allmächtige sagt: „Doch wenn ihr von 'Arafat herbeigeströmt seid...“ (Sûra 2:198.)
 
Ifrâd:
Ifrâd bedeutet ungerade oder einzeln. Es bezieht sich auch auf die getrennte Verrichtung von Haddsch und ´Umra. Als islamischer Begriff bedeutet es, die Absicht zu treffen den Haddsch während der vorgeschriebenen Monate allein, ohne die ´Umra zu verrichten.
 
Ihlâl:
Im Arabischen bedeutet Ihlâl, seine Stimme zu erheben, wenn man den Neumond sieht, und es wird verwendet um jemanden zu beschreiben, der seine Stimme hebt oder senkt. Im Kontext des Haddsch bezieht es sich auf den Pilger, der in den Zustand des Ihrâm eintritt und seine Stimme mit der Talbiya hebt. Es trifft auch auf die Person zu, die ihre Stimme mit der Talbiya in der ´Umra hebt. Muhall bezieht sich auf die Zeit und den Ort, an dem die Pilger in den Zustand des Ihrâm eintreten.
 
Als Terminus technicus gesehen ist Ihlâl das Sprechen der Talbiya für Haddsch oder ´Umra, wenn man in den Zustand des Ihrâm eintritt. In diesem Sinn hat es die gleiche Bedeutung wie die des Ihrâm, weil der Pilger seine Stimme mit der Talbiya hebt. ´Âischa  möge Allah mit ihr zufrieden sein sagte: „Wir begleiteten den Propheten  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken beim Abschieds-Haddsch; manche von uns führten Ihlâl mit der ´Umra und andere mit dem Haddsch durch.“ Im gleichen Hadîth sagt der Prophet  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken : „Wer immer Ihlâl mit Haddsch durchführt, soll diesen vollenden!“
 
Machît:
Im Arabischen ist dieses Wort vom Verb châta abgeleitet, was nähen bedeutet. Und das arabische Wort Chiyât bedeutet Nadel. Allâh der Allmächtige sagt: „und sie werden nicht in den Paradiesgarten eingehen, bis ein Kamel (auch: Tau) durch ein Nadelöhr geht“ (Sûra 7:40.) Machît bezieht sich wörtlich auf Kleidung, die für die Körperform passend genäht wird, wie ein Qamîs (Hemd) oder Sirwâl (Hose). Es ist einer Person im Ihrâm-Zustand verboten Machît zu tragen.
 
Marwa:
Marwa bezieht sich linguistisch gesehen auf einen glitzernen weißen Stein, der zum Anzünden eines Feuers benutzt wird. Marwa ist ein Hügel in Makka, der nach diesem Stein benannt wurde.
 
Muzdalifa:
Muzdalifa stammt vom arabischen Wortstamm (z-l-f), der „treffen“ oder „näherkommen“ bedeutet, entweder weil es Menschen hilft, Allâh dem Allmächtigen näherzukommen, oder weil die Pilger sich dort nach der Rückkehr von ´Arafât versammeln, oder weil es sie nach ihrer Rückkehr von ´Arafât näher nach Minâ bringt.
Muzdalifa ist ein Ort zwischen dem inneren Teil von Muhassir und Al-Ma´zimain und liegt auf halbem Weg zwischen Minâ und ´Arafât, ungefähr 5,5 km von Minâ entfernt. Es ist ein Ort, an dem die Pilger ihre Nacht verbringen und Gebete zusammenfassen, nachdem sie von ´Arafât zurückgekehrt sind. Muzdalifa wird auch Dscham´ und Al-Masch´ar Al-Harâm genannt.
 
Masdschid Al-Qiblatain:
Diese Moschee liegt an der Grenze zum Tal von Al-´Aqîq im Nordwesten von Madîna. Die Moschee wurde so genannt, weil sie zwei Qiblas hat: Die erste zeigt gen Norden in Richtung Jerusalem, zu der die Muslime ihre Gebete zu Beginn der Offenbarung verrichteten, und die zweite gen Süden in Richtung Makka, die die endgültige Qibla wurde. Es ist die Moschee, in der der Prophet  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken , und seine edlen Gefährten  möge Allah mit ihnen zufrieden sein das Gebet in Richtung Jerusalem verrichteten, bevor sie angewiesen wurden sich in Richtung des Heiligen Hauses zu drehen. Allâh der Allmächtige sagt: „So wende dein Antlitz in Richtung auf die Harâm-Moschee!“ (Sûra 2:144.)
 
Masdschid Namira:
Namira ist ein Ort, der in der ´Arafât-Ebene liegt, in der der Prophet  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken abstieg und seine Abschiedsansprache (Chutba) hielt. In einem Hadîth ist überliefert, dass der Prophet  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken „die Anweisung gab für ihn ein Lederzelt in Namira aufzustellen.“ Es ist der Berg, der die Grenzen des heiligen Bezirks in der ´Arafât-Ebene markiert.
 
Masch´ar Al-Harâm:
Al-Masch´ar Al-Harâm ist das ganze Gebiet von Muzdalifa, in dem die Pilger Gebete verrichten, nachdem sie von ´Arafât zurückgekehrt sind. Sie verrichten das Abend- und Nachtgebet zusammen und verzögern ihren Aufbruch von Muzdalifa, wo sie auch ihr Morgengebet am ersten Tag des ´Îd Al-Adhâ verrichten, bevor sie losziehen um die Steinchen zu werfen. Es ist für die Pilger verpflichtend die Nacht dort zu verbringen. Der Name Al-Masch´ar Al-Harâm wurde auch dem bekannten Berg von Quza´ in Muzdalifa gegeben, auf dem der Prophet  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken am Opfertag stand. Er sprach Bittgebete, verherrlichte und pries Allâh den Allmächtigen bis zum Sonnenaufgang, dann brach er Richtung Minâ auf.
 
Ma´dûb:
Ma´dûb stammt vom arabischen Wortstamm, der abschneiden bedeutet. Als Terminus technicus gesehen ist ein Ma´dûb jemand, der an einer chronischen Krankheit leidet, die ihn von der Verrichtung der Haddsch-Riten abhält, wie Lähmung, hohes Alter oder Ähnliches, so dass eine andere Person den Haddsch in seinem Namen verrichtet.
 
Maqâm (Maqâm Ibrâhîm):
Der Maqâm befindet sich bei der heiligen Moschee, und bezieht sich auf den Stein, auf dem der Prophet Abraham  Frieden sei auf ihm stand, um das Fundament des Hauses zu errichten. Es wird im Qurân erwähnt, wie Allâh der Allmächtige sagt: „Nehmt Abrahams Standort als Gebetsplatz!“ (Sûra 2:125.) Manche Überlieferungen erwähnen, dass der Stein ein Korund (Rubin oder Saphir) aus dem Paradies ist. Er liegt näher zur Ka´ba als zum Brunnen von Zamzam.
 
Multazam:
Al-Multazam ist zwischen dem Schwarzen Stein und dem Tor ein Teil der Ka´ba, an dem sich die Pilger aufhalten, um Bittgebete zu sprechen und Zuflucht zu suchen. Er wird auch Al-Mad´â und Al-Muta´awwath genannt. Ibn Abbâs  möge Allah mit ihnen zufrieden sein sagte: „Der Ort zwischen der Ecke und dem Tor wird Al-Multazam genannt; kein Muslim steht dort und fragt Allâh nach etwas, außer dass Allâh es ihm gewähren wird.“ (Dieser Hadîth wurde von Al-Baihaqi überliefert.) Es wurde überliefert, dass der Prophet  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken seine Brust, sein Gesicht, seine Arme und seine Handflächen (an die Stelle) zwischen der Ecke und dem Tor zu legen pflegte.
 
Mîqât:
Mîqât bezieht sich entweder auf die Zeit oder den Ort, der für eine Tat vorgesehen ist. Der örtliche Mîqât bedeutet die Stelle, an der bestimmte Personen in den Ihrâm-Zustand eintreten, und der zeitliche Mîqât ist die Zeit, zu der sie dies tun.
Als Terminus technicus gesehen ist Mîqât die Zeit oder Stelle, an der bestimmte Handlungen durchgeführt werden. Es ist allgemeiner als das Datum. Manche sagen, dass es der Ort und die Zeit einer Anbetungshandlung ist. Mîqât des Haddsch bedeutet in der Scharî'a Zeit und Ort für das Eintreten in den Ihrâm für Haddsch.
 
Mîlân Achdharân (Die zwei grünen Zeichen):
Es bezieht sich auf die zwei Zeichen in der Wand der Haram-Moschee an der Stelle, die für Sa´î zwischen As-Safâ und Al-Marwa vorgesehen ist, und die Position des inneren Teils des Tales markieren und daher die Stelle für das Beschleunigen bezeichnet. Ein Pilger beschleunigt vom inneren Teil des Tales, beginnend beim ersten Zeichen, bis zum Ende des Tales beim zweiten Zeichen sein Gehen, dann geht er den restlichen Weg normalen Schrittes.
 
Opfertag:
Dies ist der erste Tag des ´Îd Al-Adhâ, dem zehnten Dhû Al-Hiddscha. Er wurde so benannt, weil das Vieh an diesem Tag als Anbetungshandlung für Allâh den Allmächtigen geschlachtet wird.
 
Qarn Al-Manâzil:
Im Arabischen hat das Wort Qarn viele Bedeutungen, wie die Spitze eines Berges oder Hügels, der erste Teil einer Wüste, ein einzelner oder kleiner Berg und der kleine Anfang von etwas und noch andere Bedeutungen.
Qarn Al-Manâzil ist die Stätte, an der die Bewohner des Nadschd in den Ihrâm-Zustand eintreten. Ibn ´Umar  möge Allah mit ihnen zufrieden sein sagte: „Der Prophet  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken wies Qarn (Al-Manâzil) als die Ihrâm-Stätte den Bewohnern des Nadschd zu.“ Qarnu- l-Manâzil liegt 75 km von Makka entfernt. Manche Leute sagen, dass es der gleiche Ort ist, der Qarn At-Tha´âlib genannt wird, aber die korrekte Meinung ist, dass es sich um verschiedene Orte handelt, und der Letztere ist ein Berg, der das Ende von Minâ überschaut. Qarn Al-Manâzil ist heute als As-Sail Al-Kabîr bekannt.
 
Qirân:
Qirân stammt vom arabischen Wortstamm (q-r-n), der „etwas ziehen“ oder „verbinden“ bedeutet. Im Zusammenhang mit dem Haddsch bedeutet es, Haddsch und ´Umra in einem Ihrâm-Zustand zu kombinieren. In einem Hadîth steht, dass der Prophet  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken ... Haddsch und ´Umra kombiniert hat“. Es heißt, dass er den Haddsch sowie die ´Umra zusammen mit der gleichen Absicht, der gleichen Talbiya, dem gleichen Tawâf und dem gleichen Sa´î verkündete. In diesem Fall sagt ein Pilger „Labbaika Haddschan wa ´Umratan“. Hier bin ich zu Diensten um Haddsch und ´Umra zu verrichten.
 
Qubâ:
Qubâ ist ein Brunnen, nach dem der Ort von Qubâ benannt wurde. Es handelt sich um die Wohnstätte der Banû Amr ibn ´Auf – einem Stamm von Al-Ansâr. Das Gebiet Qubâ ist ungefähr drei Kilometer von Madîna entfernt. In Qubâ gibt es eine Moschee, über die Allâh der Allmächtige sagt: „Gewiss, eine Moschee, gegründet auf demütige Ehrfurcht gegenüber Allâh vom ersten Tag an, hat mehr Anrecht, dass du darinnen stehst.“ (Sûra 9:108.) In Qubâ´ befindet sich auch die Moschee Ad-Dirâr, die im Qurân erwähnt wird. Allâh der Allmächtige sagt: „Und diejenigen, die sich eine Gebetsstätte genommen haben in der Absicht der Schädigung.“ (Sûra 9:107)
 
Râbigh:
Râbigh hat im Arabischen drei Bedeutungen: purer Staub, ein großer Anteil an einer Sache, oder die Kamele zu tränken, wo immer sie wollen.
Râbigh ist ein inneres Tal in der Nähe von Al-Dschuhfa, was die Stätte wurde, an der die Leute von As-Schâm, Ägypten und Marokko anstatt von Al-Dschuhfa in den Ihrâm-Zustand eintreten.
 
Ramal:
Ramal bedeutet sprachlich schnell zu gehen, wobei sich die Schultern auf und ab bewegen. Als Terminus technicus gesehen bedeutet Ramal, während des Tawâf schnell zu gehen ohne zu rennen.
 
Rafath:
Rafath ist unnützes Gerede, aber der Begriff wurde später benutzt um Geschlechtverkehr und alles, was damit zu tun hat, auszudrücken. Allâh der Allmächtige sagt: „der darf keinen Beischlaf ausüben, keinen Frevel begehen und nicht Streit führen während des Haddsch.“ (Sûra 2:197)    
Es ist möglich, dass der Vers sich auf das Verbot des Aussprechens schlechter Worte bezieht, wie dem Erwähnen von aufreizenden Worten, die sich auf den Geschlechtsverkehr beziehen, also dass weder der eigentliche Geschlechtsverkehr noch Wörter, die dazu drängen könnten, untersagt sind.
Rafath im Zustand des Ihrâm umfasst den Geschlechtsverkehr und dessen Vorspiel, wie Küssen, Berühren, Flirten und anregende Worte – all dies ist im Zustand des Ihrâm verboten.
 
Rafd:
Rafd bedeutet wörtlich etwas zu lassen. Im Kontext des Ihrâm bedeutet es, mit der Fortführung der Haddsch-Riten aufzuhören und zu beabsichtigen sie vor ihrer vollständigen Absolvierung zu beenden. Gelehrte sind sich darin einig, dass sie es als unnützes Gerede ansehen, wodurch der Ihrâm nicht ungültig wird und abhängig von seinen Regeln bleibt.
 
Rukn (Ar-Rukn Al-Yamânî):
Im Arabischen bezieht sich Rukn auf die stärkste Seite von etwas oder die starke Unterstüzung und Kraft. Im Qurân steht: "...oder könnte ich nur bei einer starken Stütze Zuflucht haben." (Sûra 11:80)
 
Ar-Rukn Al-Yamânî ist eine der Ecken der Ka´ba, die nach dem Mann aus dem Jemen namens Ubai ibn Sâlim benannt wurde, der sie errichtete.
 
Ramî (Ramî Al-Dschimâr):
Ramî ist sprachlich gesehen das Werfen. Eine Dschamra ist ein Kiesel oder kleiner Stein, der geworfen wird, wogegen Dschimâr sich auf den Ort der Kiesel bezieht, wo die Leute sich in großer Anzahl versammeln. Daher hat Dschimâr zwei Bedeutungen:
1 – Die Kiesel oder kleinen Steinchen, die geworfen werden.
2 – Der Ort, in den die Kiesel geworfen werden, weil sie dort landen.
Ramî Al-Dschimâr (das Werfen der Kiesel) ist ein Ritus, den ein Pilger am Opfertag und an den drei Tagen des Taschrîq durchführt, an denen er sieben Kiesel in einer bestimmten Weise wirft, die in den Büchern des Fiqh erwähnt wird.
 
Sa´î:
Sa´î bedeutet wörtlich, eine Tat auszuführen oder viel zu gehen. Beispiele für diese Bedeutungen werden im Qurân erwähnt. "Und es kam vom äußerten Ende der Stadt ein Mann gelaufen..." (Sûra 36:20) und "...dann eilt zu Allâhs Gedenken! ..." (Sûra 62:9)
Sa´î aus der Perspektive der Scharia bedeutet, die Strecke zwischen As-Safâ und Al-Marwa nach dem Tawâf als Teil der Riten des Haddsch oder der ´Umra sieben Mal hin und her zu gehen. Manchmal wird Sa´î Tawâf oder Titwâf genannt, wie es im Qurân im Vers (2:158) erwähnt wird.
 
Safâ:
Safâ ist ein arabischer Wortstamm, der einen glatten Stein oder Purheit bedeutet. Die Bedeutung dieses Wortes ist im Arabischen auch der Gegensatz von Bedrängnis. Im Qurân wird dieses Wort erwähnt: "... So ist sein Gleichnis das eines glatten Steines mit Erdreich darüber ..." (Sûra 2:264) Im Haddsch bezieht sich Safâ auf einen der Hügel des Sa´î, der eine Anhöhe des Berges Abû Qubais bildet. Eine Person, die auf ihm steht, befindet sich parallel zum Schwarzen Stein.
 
Sawâf:
Sawâf ist eine Beschreibung der Art, in der Kamele für die Schlachtung stehen. Allâh der Allmächtige sagt: “Und die Opferkamele haben Wir euch zu Kultzeichen Allâhs gemacht. An ihnen habt ihr Gutes. So sprecht den Namen Allâhs über sie aus, wenn sie mit gebundenen Beinen dastehen!” (Sûra 22:36.) Ein Kamel wird auf drei Beinen stehend geschlachtet, während sein viertes, sein linkes Vorderbein, gebunden wird.
 
Tag An-Nafr:
Nafr stammt vom arabischen Wortstamm, der eine Gruppe von Leuten bedeutet. Es kann auch „aufschrecken“ bedeuten. Im Qurân steht: "Als wären sie aufgeschreckte Esel." (Sûra 74:50) Der Tag nach dem Tag Al-Qarr (dem elften Dhû Al-Hiddscha) ist der Tag An-Nafr, an dem die Pilger von Minâ aus weiterziehen. Er wird auch der erste Tag An-Nafr genannt (der zwölfte Dhû Al-Hiddscha), wohingegen der zweite Tag An-Nafr der 13. Dhû Al-Hiddscha ist, der letzte Tag der Tage des Taschrîq.
 
Tag des At-Tarwiyya (Trinkens):
Es handelt sich um den Achten des Monats Dhû Al-Hiddscha und wurde so genannt, weil die Menschen als Vorbereitung für den Aufbruch nach Minâ und ´Arafât viel Wasser zu trinken pflegten. An diesem Tag ziehen die Pilger nach Minâ um dort die Nacht zu verbringen.
 
Tag des As-Sadr:
Es ist der 13. Tag von Dhû Al-Hiddscha, der auch der Tag der zweiten Rückkehr genannt wird. As-Sadr ist ein arabisches Wort, das „zurückkehren von einer Reise“ bedeutet, und der Tag wurde so benannt, weil die Pilger aus Makka an diesem Tag in ihre Heimatländer zurückkehren.
 
Tag Al-Qarr:
Qarr stammt vom arabischen Wortstamm, der Aufenthaltsort bedeutet. Der Tag Al-Qarr ist der Tag, der nach dem Opfertag kommt. Es ist der 11. Tag des Dhû Al-Hiddscha und wurde so benannt, weil die Pilger in Minâ bleiben und sich dort aufhalten um den Ritus Steinchen-Werfens zu vollenden.
 
Tahallul:
Tahallul stammt vom Arabischen Wortstamm (h-l-l), der andeutet, einen Knoten zu öffnen oder aufzuschnüren. Tahallul beim Haddsch bezieht sich auf die Auflösung oder Beendigung des Ihrâm-Zustands, wodurch alle Beschränkungen des Haddsch wieder erlaubt werden. Das Wort halâl ist das Gegenteil des Wortes harâm. Ein Pilger, der Tahallul durchführt, ist nicht länger im Zustand des Ihrâm und verrichtet nicht mehr den Haddsch.
 
Tafath:
Tafath bedeutet im Arabischen Schmutz und Dreck. Beim Haddsch bedeutet Tafath, sich die Haare auszuzupfen und sich die Nägel zu schneiden, und zwar als eine Handlung nach Beendigung des Ihrâm. Im Qurân sagt Allâh der Allmächtige: „Alsdann sollen sie ihren Zustand der während des Weihezustands gebotenen eingeschränkten Körperpflege beenden, ihre Gelübde erfüllen.“ (Sûra 22:29). Dies bedeutet, dass sie ihre Bedürfnisse der Rasur (der Achsel- und Schamhaare) und der Reinigung erfüllen sollen. Daher ist Tafath das, was der Pilger macht, nachdem er seinen Ihrâm beendet hat, wie den Schnurrbart und Nägel zu kürzen, seine Achselhaare auszuzupfen, seine Schamhaare zu rasieren und Anderes, was einer Person im Ihrâm-Zustand nicht erlaubt ist.
 
Talbiya:
Talbiya stammt vom arabischen Wortstamm (l-b-y), der das Verbleiben an einem bestimmten Ort bedeutet. Im Kontext des Haddsch bedeutet Talbiya, dass ein Pilger sagt: „Labbaika Allâhumma Labbaik, Labbaika lâ Scharîka laka Labbaik, inna Al-Hamda wa An-Ni´mata laka wa Al-Mulk, lâ Schrîka lak (O Allâh! Hier bin ich zu Deinen Diensten! Du hast keinen Partner. Hier bin ich zu Deinen Diensten! Aller Preis und Ehre gehört Dir und auch die Herrschaft; Du hast keinen Partner.)“ Es ist dem Pilger erlaubt die Talbiya zu jeder Zeit auszusprechen.
 
Tamattu´:
Tamattu´ stammt vom arabischen Wortstamm, der Schmuck oder Nutzen bedeutet. Im Qurân steht: "... im Trachten nach Schmuck oder Nutzgerät..." (Sûra 13:17) Es wird in diesem Zusammenhang erwähnt, weil Haddsch eine Freude und ein Nutzen ist. Gemäß der Scharia geschieht Tamattu´, wenn ein Muslim in den Zustand des Ihrâm eintritt, um die ´Umra während der Monate des Haddsch zu verrichten, dann aus ihm austritt und dann erneut in den Ihrâm-Zustand eintritt um im gleichen Jahr den Haddsch zu verrichten.
 
Tan´îm:
Tan´îm ist ein Ort in Makka, der so genannt wurde, weil er zwischen einem Berg namens Nu´aim auf der rechten und einem anderen Berg namens Nâ´im auf der linken liegt. Das Tal wird Nu´mân genannt. Es handelt sich um den Ort, an dem die Bewohner Makkas in den Ihrâm-Zustand für die ´Umra eintreiten.
 
Thaddsch:
Thaddsch bedeutet sprachlich "strömen". Im Qurân steht: "Und Wir haben aus Regenwolken sich ergießendes Wasser herabkommen lassen." (Sûra 78:14) In der islamischen Terminologie bezieht sich Thaddsch auf den Blutfluss des Hadî und der Opfertiere. Der Prophet  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken sagte: „Die besten Handlungen beim Haddsch sind ´Addsch und Thaddsch (Dröhnen und Strömen)“ (At-Tirmidhî, Ibn Mâdschahh und andere). Gelehrte ordneten diesen Hadîth als authentisch ein. ´Addsch (Dröhnen) bedeutet, seine Stimme bei der Talbiya zu heben.
 
Taqlîd Al-Hadî:
Taqlîd bedeutet wörtlich ein Halsband um den Hals anzulegen. Taqlîd bei einem Kamel durchzuführen, ist etwas um seinen Hals anzbringen, um es als Hadî zu markieren. Ein Hadî ist ein Tier des Viehs (Kamel, Kuh oder Schaf), das als Opfertier im heiligen Bezirk geschlachtet wird. Taqlîd Al-Hadî bedeutet daher, ein Stück Leder oder Ähnliches um den Hals eines Tieres zu binden, um dieses als Opfertier (Hadî) zu deklarieren.
 
Tawâf:
Sprachlich bedeutet Tawâf Umschreitung, und die Person, die das Haus umschreitet um es zu bewachen, wird Tâif genannt. Es kann auch rhetorisch in Verbindung mit Berührung oder Impuls eines Dschinn oder Ähnlichem benutzt werden. Allâh der Allmächtige sagt: „Diejenigen, die in Ehrfurcht demütig gegenüber Allâh sind - wenn ihnen eine Anwandlung vom Satan widerfährt, bedenken sie, und da werden sie sogleich einsichtig.“ (Sûra 7:201) Der Ort des Tawâf wird Matâf genannt. Tawâf kann ferner manchmal im Sinne von Sa´î genutzt werden. Allâh der Allmächtige sagt: „Gewiss, as-Safâ und al-Marwa gehören zu den Kulthandlungen Allâhs. Wenn jemand den Haddsch zum Hauseoder die Umravollzieht, so ist es keine Sünde für ihn, wenn er zwischen ihnen das Durchlaufen durchführt.“ (Sûra 2:158)
Als islamischer Begriff bedeutet Tawâf das siebenmalige Umschreiten der Ka´ba ohne einen erheblichen Abstand zwischen ihnen.
 
Tawâf Al-Ifâda:
Ifâda bedeutet im Arabischen zurückkehren oder in großer Anzahl herauskommen. Im Zusammenhang mit den Pilgern, hat es zwei Bedeutungen:
 
-              Sich eilig von ´Arafât nach Muzdalifa begeben.
-              Am Opfertag von Minâ nach Makka zurückzukehren.
 
Als Terminus technicus gesehen ist Tawâf Al-Ifâda der Tawâf, der nach der Rückkehr von ´Arafât am Opfertag ausgeführt wird. Es ist eine der Pflichthandlungen des Haddsch und wird Rukn Al-Haddsch genannt.
 
Tawâf Az-Ziyâra (Tawâf des Besuchs):
Tawâf Az-Ziyâra wird manchmal Tawâf Al-Ifâda, Tawâf Al-Wâdschib oder Tawâfu-s-Sadr genannt. Er wird Tawâf Az-Ziyâra genannt, weil er beim Besuch der Ka´ba durchgeführt wird; Tawâf Al-Ifâda, weil er vollzogen wird, nachdem Al-Ifâda vorbei ist; Tawâf Al-Wâdschib, weil es sich um eine Pflichthandlung des Haddsch handelt; Tawâf As-Sadr, weil er nach der Rückkehr von ´Arafât ausgeübt wird, weil Sadr im Arabischen die Rückkehr eines Reisenden bedeuten kann.
 
Tawâf Al-Qudûm:
Es ist der Tawâf, den ein Pilger ausführt, wenn er ankommt, um der Pflicht des Haddsch nachzukommen. Die Gelehrten sind sich einig, dass es sich um eine Sunna handelt.
 
Tawâf Al-Wadâ´:
Es ist der Tawâf, den ein Pilger durchführt, nachdem er die Riten des Haddsch beendet hat und sich auf die Rückkehr in sein Land vorbereitet. Tawâf Al-Wadâ´ ist verpflichtend.
 
Yalamlam:
Yalamlam bedeutet auf Arabisch kombinieren oder seine Angelegenheiten beizubehalten. Yalamlam ist einer der Tihâma-Berge, 92 km südlich von Makka. Yalamlam ist derzeit als As-Sa´diyya bekannt, und es ist der Mîqât der Leute aus dem Jemen sowie aus Indien und Java und von den Sumatra Inseln. Der Prophet  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken sagte im Hadîth der Mawâqît: „und für die Leute vom Jemen Yalamlam...“ Die Moschee von Mu´âdh ibn Dschabal  möge Allah mit ihnen zufrieden sein befindet sich dort.
 
Zamzam:

Zamzam stammt vom Arabischen „ziehen“ oder „befestigen“. Zamzam-Wasser bedeutet Wasser im Überfluss. Als Terminus technicus gesehen ist Zamzam ein sehr bekannter Wasserbrunnen in Makka. Der Name kommt entweder von seinem ergiebigen Wasser oder es ist der richtige Name des Brunnens. Der Prophet  möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken sagte: „Das Wasser des Zamzam dient dem Zweck, für den es getrunken wurde.“

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